SPD Bösensell mit neuer Spitze

Ortsverein


Sebastian Dierse (l.), Landtagsabgeordneter Andre Stinka (6.v.r.) und Bürgermeister Alfred Holz (r.)

Sebastian Dierse heißt der neue Vorsitzende der SPD Bösensell. Der 26jährige Elektromeister erhielt auf der Jahreshauptversammlung des Ortsvereins alle Stimmen der 20 anwesenden Mitglieder. Unter großem Applaus der Versammlungsteilnehmer nahm der neue Vorsitzende sein Amt an. „Wir sind alle froh und glücklich, einen jungen und engagierten neuen Vorsitzenden zu haben“. Der scheidende Vorsitzende Burkhard Homburg brachte damit die Stimmungslage der Versammlungsteilnehmer auf den Punkt.

Homburg konnte am Freitagabend auf dem Hof Große Hellmann als Gäste zudem den Landtagsabgeordneten Andre Stinka, Bürgermeister Alfred Holz und einige Vertreter der Ortsvereine Senden und Ottmarsbocholt begrüßen. Er verwies in seinem Rechenschaftsbericht besonders auf die von der SPD Bösensell angestoßene Photovoltaikanlage auf dem Dach der Grundschule und die Erweiterung der verschließbaren Fahrradabstellanlage am Bahnhof. „Über die Ergebnisse der Bundes- und Kommunalwahl waren wir enttäuscht, doch wir sind sehr zuversichtlich, bei der anstehenden Landtagswahl ein wesentlich besseres Ergebnis präsentieren zu können“, so Homburg. Josef Pohlmann verlas den wie immer soliden und ohne Beanstandungen geprüften Kassenbericht. Die Entlastung des alten Vorstandes erfolgte daraufhin einstimmig.

Bei den weiteren Vorstandswahlen wurden Maria Thieme als stellvertretende Ortsvereinsvorsitzende, Josef Pohlmann als Kassierer und Susanne Farwick als Bildungsbeauftrage in Ihren Ämtern bestätigt. Als Schriftführer fungiert zukünftig Andreas Lambert. Als Beisitzer wurden Hermann Stussak, Karin Bojarzin, Stefan John, Ludger Schöning, Günter Lewandowski und Burkhard Homburg gewählt. Die Kasse wird in den nächsten 2 Jahren von Norbert Holling und Günter Wittenbrink geprüft. Als Ersatzprüfer fungieren Sybille Schöning und Dietmar Bojarzin. Als Delegierte für Parteitage bestimmte die Versammlung Susanne Farwick und Sebastian Dierse. Vertreten werden diese von Ludger Schöning und Andreas Lambert. Für 25 Jahre Mitgliedschaft in der SPD wurden Hermann Stussak und Andreas Lambert geehrt.

v.l.n.r André Stinka, Andreas Lambert, Hermann Stussak, Sebastian Dierse
v.l.n.r. André Stinka, Andreas Lambert, Hermann Stussak, Sebastian Dierse

In seinem ausführlichen Bericht bedankte sich Bürgermeister Holz für die vertrauensvolle und konstruktive Zusammenarbeit mit der SPD zum Wohle der Gemeinde und um neue Entwicklungen auf den Weg zu bringen. Der 2. Abschnitt zur Dorfkernerneuerung könne sich, so Holz, sehen lassen, auch wenn dieser derzeitig noch durch die Baumaßnahme zum altengerechten Wohnen beeinträchtigt werde. Holz verwies in seiner Rede auf zahlreiche getätigte und bevorstehende gemeindliche Investitionen, vor allem an den Sendener Schulen. So wurde auch die Bösenseller Grundschule energetisch verbessert. Der Bösenseller Kindergarten werde in diesem Jahr um einen Gruppenraum erweitert. Die noch ungenutzten Mittel aus dem Konjunkturpaket II in Höhe von rund 500.000 Euro sollen, so ein parteiübergreifender Beschluss, in eine leistungsstarke Breitbandverkabelung der Bösenseller Gewerbegebiete investiert werden. Auch der Bösenseller Ortskern, so der Prüfauftrag, solle davon profitieren. Trotz Steuereinbußen in Höhe von 1 Mill. Euro und einer gestiegenen Kreisumlage könne die Gemeinde ihre Aufgaben noch meistern. Holz hofft jedoch auf eine baldige finanzielle Besserung. Vor allem dürften die Kommunen, besonders in der Kinderbetreuung, keine weiteren finanziellen Lasten vom Land NRW aufgebürdet bekommen, so Holz.

SPD Landtagsabgeordneter Andre Stinka unterstützte Bürgermeister Holz ausdrücklich in dieser Forderung. „Die Gemeinden können die Kosten der Kinderbetreuung nicht mehr stemmen“, so Stinka.
In der Schulpolitik favorisiere die SPD auch weiterhin die Gemeinschaftsschule, in der alle Schulformen unter einem Dach seien. Keineswegs sei dies, so Stinka, eine Einheitsschule, wie es der politische Gegner immer wieder bewußt falsch darstelle. Die Trennung solle erst nach der 6. Klasse erfolgen. Außer Österreich und Deutschland hätten alle Europäischen Länder eine Trennung nach der 4. Klasse aufgegeben. Stinka sprach sich zudem für eine Ausdünnung der Lehrpläne aus.
Zum Abschluß seines engagierten Vortrages betonte Stinka nochmals das Festhalten der SPD an der Einführung eines Mindestlohnes. „Wer arbeitet, muß von seinem Lohn auch leben können“, beendete Stinka unter dem Beifall der Mitglieder seinen Vortrag.

 
 

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